Lohnt es sich, den HAM-Nat im September 2026 zu schreiben?
Am 5. September 2026 findet der HAM-Nat zum allerletzten Mal statt. Danach gibt es ihn nie wieder. Gleichzeitig startet ab Mai 2027 der neue TMSnat – und viele fragen sich: Muss ich mir den HAM-Nat noch antun, oder reicht der TMSnat allein? Hier ist unsere ehrliche Einschätzung.
📖 Inhaltsverzeichnis
1. Die Ausgangslage
Ab dem Wintersemester 2027/28 werden Hamburg und Magdeburg sowohl den HAM-Nat als auch den neuen TMSnat berücksichtigen – allerdings in getrennten Unterquoten. Der TMSnat bekommt dabei das deutlich größere Gewicht: 80% der AdH-Plätze laufen über ihn, während der HAM-Nat nur noch für die verbleibenden 20% der AdH-Plätze zählt. In der zusätzlichen Eignungsquote (ZEQ) spielt der HAM-Nat in Hamburg gar keine Rolle mehr – dort zählt ausschließlich der TMSnat.
In Magdeburg sieht es etwas anders aus: Hier wird der HAM-Nat noch in mehreren Unterquoten berücksichtigt (ADH 1, ADH 3 und ZEQ 1), was ihn dort vergleichsweise wertvoller macht.
Ab dem Wintersemester 2028/29 zählt der HAM-Nat dann gar nicht mehr. Wer also im WS 2027/28 starten möchte, hat noch genau eine Chance: den 5. September 2026.
Alle genauen Punkteverteilungen und Unterquoten für Hamburg und Magdeburg findest du hier: → Auswahlkriterien Hamburg & Magdeburg 2027 im Detail
2. Die Vorteile
Warum es sich dennoch lohnen kann:
✅ Vorteile
- Mehr Chancen, nicht weniger. Wer sowohl HAM-Nat als auch TMSnat schreibt, ist in allen Unterquoten vertreten. Selbst mit einem mittelmäßigen HAM-Nat-Ergebnis können die 20% der AdH-Plätze den Unterschied machen – denn in diesen Quoten konkurriert man nur mit den Bewerbern, die ebenfalls einen HAM-Nat vorweisen können.
- Weniger Konkurrenz als erwartet. Viele werden denken, dass sich der HAM-Nat nicht mehr lohnt – und ihn deshalb gar nicht erst schreiben. Das bedeutet: Weniger Teilnehmer, weniger Konkurrenz auf die verbleibenden Plätze. Das kann ein echter Vorteil sein.
- Magdeburg lohnt sich besonders. In Magdeburg wird der HAM-Nat noch in ADH 1, ADH 3 und ZEQ 1 berücksichtigt – also in einem deutlich größeren Anteil der Plätze als in Hamburg. Wer sich dort bewirbt und den Studienort offen hält, profitiert hier überproportional.
- Entlastung beim TMSnat. Der TMSnat gilt für alle staatlichen Universitäten in Deutschland – mit entsprechend vielen Bewerbern. Hamburg ist eine beliebte Studienstadt, und mit dem TMSnat allein kämpft man in der 80%-Quote gegen ein deutlich größeres Feld. Die 20%-Quote über den HAM-Nat bietet hier eine kleine, aber reale Entlastung.
- Zwei Fliegen mit einer Klappe. Der HAM-Nat deckt denselben naturwissenschaftlichen Stoff ab, der aller Voraussicht nach vollständig in den TMSnat übernommen wird. Wer sich auf den HAM-Nat vorbereitet, bereitet sich gleichzeitig auf den Nat-Teil des TMSnat vor – und verschafft sich damit einen echten Vorsprung für Mai 2027.
3. Die Nachteile
Der Vollständigkeit halber – und weil wir ehrlich sein wollen:
❌ Nachteile
- Früher anfangen zu lernen. Wer ein sehr gutes HAM-Nat-Ergebnis anstrebt und wenig bis gar keine Vorkenntnisse in den Fächern Physik, Chemie und Biologie mitbringt, sollte mindestens 3 Monate einplanen – sprich: Lernstart spätestens Mai oder Juni. Das ist früher, als es für den TMSnat allein nötig wäre.
- Zusätzliche Kosten. Anmeldegebühr (95 €) und Lernmaterial kommen on top. Kein K.O.-Kriterium, aber ein realer Faktor.
- Keine Garantie. Auch mit HAM-Nat und TMSnat kann es am Ende knapp nicht reichen. Die 20%-Quote ist begrenzt, und auch dort gibt es Konkurrenz.
4. Fazit: Unsere Einschätzung
Kurzgefasst: Ja, es lohnt sich.
Die Vorteile überwiegen klar. Wer den HAM-Nat schreibt, kann seine Chancen nur verbessern – nie verschlechtern. Gleichzeitig bereitet man sich auf den Nat-Teil des TMSnat vor, den man ohnehin schreiben muss. Das ist eine Investition, die sich doppelt auszahlt – selbst wenn man nicht den gesamten Stoff schafft.
Und noch etwas: Nach dem 5. September 2026 gibt es den HAM-Nat nie wieder. Wer ihn nicht schreibt, setzt alles auf eine Karte – den TMSnat. Das ist eine bewusste Entscheidung, die man treffen kann. Aber wer sie trifft, sollte sich sicher sein, dass er das Gefühl „Hätte ich doch..." später nicht haben möchte. 🙂
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